Schulische Integration
Eine Notwendigkeit ohne Alternative für das Lernen und die Entwicklung aller
Die "Integration" im Feld von Erziehung, Bildung und Unterricht ist heute international die am besten erforschte Form der Beschulung - und für das Lernen behinderter und nichtbehinderter Kinder und Jugendlicher nahezu ausschließlich positiv bewertet. Auch im deutschsprachigen Raum blicken wir auf eine mehr als 30jährige Geschichte der Entwicklung des 'Gemeinsamen Unterrichts' zurück. Dennoch ist es für Eltern oft unmöglich, ihr Kind in einer Integrationsklasse zu platzieren. Der überwiegende Anteil der Modelle, die schulisch praktiziert werden, verdienen nicht, Integration genannt zu werden und sind von den dafür basalen unterrichtsorganisatorischen und didaktischen Grundlagen weit entfernt. Unter anderen sind falsche Vorstellungen über das Phänomen Behinderung und über ein gemeinsames Lernen wie der kaum vorhandene Wille zu einer inneren Schulreform dafür ursächlich.
Der Vortrag versucht, eine wissenschaftlich fundierte Sichtweise von Behinderung und zentrale Aspekte integrativen Unterrichts zu skizzieren und zu verdeutlichen, dass schulische Integration eine Notwendigkeit für das Lernen aller Kinder ist - ohne Alternative.
Prof. Georg Feuser, Gastprofessor an der Universität Zürich
Vortrag auf deutsch, französische Simultanübersetzung.
