Genomforschung und Down-Syndrom
Bedauerlicherweise musste Prof. Lubec von der Universität Wien sein Referat zum Thema Hirnforschung kurzfristig aus unerwarteten familiären Gründen absagen. Es freut uns, dass wir mit Dr. Samuel Deutsch einen guten Ersatz gefunden haben. Er wird seinen Vortrag in französischer Sprache halten. Dr. Deutsch arbeitet im renommierten Forschungsteam von Prof. Antonarakis, in der Abteilung Medizinische Genetik der Universität Genf.
Das Down-Syndrom beinhaltet eine Reihe komplexer klinischer Merkmale, die mehrere Organe betreffen. Bis heute gibt es nur sehr wenige wissenschaftliche Daten, die es mit Sicherheit erlauben, diejenigen Gene des 21. Chromosoms zu bestimmen, welche für die Symptome verantwortlich sind, die bei Menschen mit Down-Syndrom anzutreffen sind. Der Forschung stehen mehrere Ansätze zum Verständnis des Down-Syndroms zur Verfügung. Dazu gehören
- Die Entschlüsselung und Analyse der Gene auf dem 21. Chromosom;
- Die Untersuchung an Mäusen mit partieller Trisomie 21 für das Verständnis des 21. Chromosoms;
- Vergleichende Untersuchungen zwischen Personen, die es erlauben, Verbindungen zwischen Genen und klinischen Befunden herzustellen.
Das internationale Konsortium, "AnEUploidy", welches von der Universität Genf aus geleitet und von der Europäischen Gemeinschaft finanziert wird, wurde damit beauftragt, die Down-Syndrom Forschung in Europa zu koordinieren.
Dr. Samuel Deutsch, Universität Genf
Vortrag auf französisch, deutsche Simultanübersetzung.
