Down-Syndrom-Plus

Barbara Jeltsch

Angestossen durch betroffene Eltern der EDSA Schweiz befassen wir uns am Heilpädagogischen Institut der Universität Fribourg seit einiger Zeit mit jenen Kindern mit Down-Syndrom (DS), deren Entwicklung langsamer und allenfalls anders verläuft als bei gleichaltrigen Kindern mit DS. Erste Untersuchungen zeigten, dass es sich dabei häufig um Kinder handelt, die eine oder sogar mehrere weitere Diagnosen haben, weshalb der Name Down-Syndrom-Plus (DS-Plus) entstanden ist.

In Fachkreisen ist mittlerweile bekannt, dass es viele Kinder mit DS gibt, bei denen zusätzlich Hörschädigungen, Sehschädigungen oder ein Herzfehler u.ä. diagnostiziert wurden. Weniger bekannt ist indessen, dass es auch eine Reihe von Kindern mit DS gibt, welche autistische Störungen oder ADHD haben. Neben allgemeinen Informationen über Down-Syndrom-Plus werden Ergebnisse von Fragebogenuntersuchungen betroffener Eltern u.a. aus der deutschsprachigen Schweiz vorgestellt, welche auf die Schwierigkeiten hinweisen, insbesondere die Diagnose zusätzlicher autistischer Störungen zu stellen.

PD Dr. Barbara Jeltsch-Schudel, Universität Freiburg

Vortrag auf deutsch, französische Simultanübersetzung.

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